CHEYENNE - This must be the place
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- Geschrieben von Stefanie Jennel
Ein fünfzigjähriger, ehemaliger Rockstar sucht seinen eigenen Weg im Leben. Und nebenbei versucht er, dem letzten Willen seines Vaters gerecht zu werden. Begleiten wir den Rockstar Cheyenne also auf seine Reise…
Cheyenne, gespielt von Sean Penn – und glaubt mir, so habt ihr Sean Penn wahrscheinlich noch nie gesehen – war einmal Rockstar. Sogar ein ziemlich guter. Doch mittlerweile lebt er vor sich hin, ohne einen wirklichen Plan vom Leben zu haben. Langjähriger Drogen – und Alkoholkonsum hat zudem dazu geführt, dass Cheyenne oftmals leicht verwirrt wirkt und schwer zu verstehen ist. Zudem ist er geprägt vom Tod zweier junger Fans, von denen man im Laufe des Films immer wieder Einzelheiten erfährt.
Eines Tages erhält Cheyenne die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt. Leider schafft er es nicht mehr rechtzeitig, ihn zu besuchen und sich in irgendeiner Form mit sich auszusöhnen. Schon jahrelang nicht mehr mit seinem Vater gesprochen und nun auch noch die letzte Gelegenheit dazu verpasst, entschließt sich Cheyenne, das Projekt seines Vaters fortzuführen. Dieser war Zeit seines Lebens damit beschäftigt, Details über seinen ehemaligen Aufseher im Konzentrationslager in Auschwitz in Erfahrung zu bringen.
Die Notizen des verstorbenen Vaters helfen Cheyenne schlussendlich dabei, den ehemaligen Aufseher Alois Lange zu suchen. Tatsächlich findet er ihn auch und die Geschichte nimmt ein überraschendes Ende.
Überraschend ist allerdings nicht nur das Ende im neuen Film von Regisseur Paolo Sorrentino.
Wer „This must be the place – Cheyenne“ bereits im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals in Wien sehen konnte, weiß, wovon ich spreche. Der Film ist interessant und unterhaltsam, aber auch schräg und macht vor allem sehr nachdenklich.
Die Geschichte des gezeichneten Cheyenne, der die letzte Möglichkeit, sich mit seinem Vater nach Jahren des Schweigens auszusöhnen, verpasst und danach einen Weg findet, ihn trotzdem näher kennen zu lernen und ihm die letzte Ehre zu erweisen, berührt enorm. Zudem schafft es Sean Penn durch seinen extravaganten Charakter und die in sich stimmigen Charakterzüge immer wieder, den Zuseher einerseits zu verwirren und andererseits zu beeindrucken.
Wer also nicht schon beim Jüdischen Filmfestival eine Kinokarte ergattern konnte, sollte sich den Film unbedingt ab 6.Jänner in einem österreichischen Kino ansehen. Denn unser Fazit lautet: TOP!



