| Iron Man 2 |
|
|
|
| Geschrieben von Christoph Stachowetz | ||
| 07.05.2010 | ||
Originaltitel: Iron Man 2Regie: Jon Favreau Drehbuch: Justin Theroux Darsteller: Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Mickey Rourke Laufzeit: 133 Minuten Filmstart: 06.05.2010 Ein neuer Monat beginnt und eine neue Comicverfilmung wartet natürlich schon in den Startlöchern, um den Zuseher losgelassen zu werden. In Iron Man 2 begibt sich Robert Downey Jr. erneut in die Rolle des schwerreichen Playboys Tony Stark, der nebenbei mithilfe seiner gepanzerten Ganzkörperrüstung Bösewichten rund um den Globus das Handwerk legt.
![]() Die Story setzt einige Monate nach der Enthüllung Starks – in einer Pressekonferenz am Ende des ersten Teils gibt er spontan preis, das er selbst der Iron Man ist – an: Mit der Privatisierung des Weltfriedens, der Eröffnung des Traumprojekts seines verstorbenen Vaters und der Ernennung seiner langjährigen Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) scheint der charismatische Lebemann für eine sorglose Zukunft vorgesorgt zu haben. Die Tatsache, dass das Energiemodul, welches Stark am Leben und zugleich die Iron Man-Rüstung am Laufen hält, langsam zu einer tödlichen Verseuchung des Trägers führt, erscheint dabei ebenso hinderlich für ein frühes Happy End wie das ständige konkurrieren mit Erzrivalen Justin Hammer (Sam Rockwell). Als auch noch das plötzliche Erscheinen des auch Rache sinnenden Ivan „Whiplash“ Vanko (Mickey Rourke) dem Playboy zu weiteren Probleme führt, ist das Chaos für den Playboy perfekt… ![]() Regisseur Jon Favreau überraschte Kritiker und Kinopublikum mit dem 2008 erschienen Vorgänger dank der erfrischend unaufdringlichen, eher zwanglosen und nicht mit Sarkasmus geizenden Inszenierung der Comicvorlage. Zugpferd des Erfolgs war dabei Hauptdarsteller Downey Jr., der sichtlich an der Rolle des besonders exzentrischen Großindustriellen Gefallen fand. Mit der Fortsetzung beugt sich Favreau dem Regelwerk von Hollywood-Folgefilmen: Mehr Konflikte, mehr Charaktere, mehr Actionsequenzen und mehr Antagonisten. Prekärer weise hat Drehbuchautor Justin Theroux all diese Vorsätze mit Übereifer erfüllt, das oftmals damit verbundene, dramaturgische Chaos erweist sich mit zunehmender Laufzeit als perfekt: Iron Man 2 geizt weder mit Handlungssträngen, neuen Figuren oder emotionalen Konflikten. ![]() Problematisch ist dabei die Tatsache, dass trotz der Überlänge weder relevante Handlungsebenen zusammen- bzw. ausreichend weiter geführt noch Charaktere so geschickt wie im Vorgänger etabliert werden. Bei ausreichender Ablenkung durch entsprechend teure und sinnbetäubende Actionsequenzen kann natürlich der eine oder andere Zuseher über diese Drehbuch-Schwächen hinweg sehen (Stichwort: Avatar), interessanterweise bietet Iron Man 2 auch hier kaum nennenswertes, wobei der sinnentleerte Showdown gegen leb- und gesichtslose Kampfroboter einen besonders negativ Eindruck hinterlässt. ![]() Auch das Staraufgebot, welches sichtlich für das imposante Budget des Films verantwortlich ist, kann nicht überzeugen: Sam Rockwell mimt ein Abziehbild eines inkompetenten Geschäftsmannes, Mickey Rourke darf einen zum Himmel schreienden (Vater stirbt), ganzkörpertätowierten (ehemaliger Häftling), Wodka aus der Flasche trinkenden (er ist Russe) Elektrotechnikspezialisten spielen und Scarlett Johansson wurde offensichtlich als dekoratives Element eingekauft, da Sinn und Zweck ihrer Rolle kaum zu rechtfertigen ist. ![]() 4/10 + Downey Jr. erneut sehr spielfreudig + Don Cheadle ersetzt Terrence Howard würdig + Einige nette Dialoge und Szenen - Kaum nennenswerte Actionsequenzen - Uninteressante, klischeebeladene Charaktere abseits von Stark - Viel Handlungsleerlauf, Film nimmt niemals Fahrt auf
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. |
||
| < Zurück | Weiter > |
|---|










Originaltitel: Iron Man 2




