Staunende Augen, wässrige Münder, gierige Hände, die neugieriger Weise von den Spezialitäten am liebsten alles auf einmal verkosten möchten: Österreich steht vor einem interkulturellen Buffet. Vollauf gehäufte Teller geben dem BeobachterInnen zu verstehen: Österreich liebt die „Multi – Kulinarität“!
Mein guter Freund Tobi schläft in den Vorlesungen regelmäßig ein. Er macht es nicht bewusst und auch auf keinen Fall aus bösem Willen, dennoch: Morpheus’ Arme umschlingen ihn regelmäßig in jedem Hörsaal. Manchmal sei es Sekundenschlaf, so Tobi: Seine Kurzschlafphasen beginnen eigentlich immer mit trägen Augen, auch wenn er gar nicht müde sei. Oft gelingt es ihm dabei, sich kurz vor dem Aufschlagen des Kopfes abzufangen und wieder aufzuwachen – doch schafft er es vorher, sich bequem auf seine Unterarme oder seine Tasche zu stützen, ist es vorbei – und die Vorlesung auch, zumindest für ihn.
Das Ende des Sommers kann auch das Ende andere Dinge bedeuten. In meinem Fall das Ende einer Freundschaft. Der beginnende Herbst, mit Regen, Nebel und Kälte ist der angeschlagenen Psyche dann auch noch weniger zuträglich, als wenn man in frohlockender Stimmung wäre.
Ein häufiger Wunsch: Wieder jung sein und in die Schule gehen, um frisch, fröhlich, unverdorben und ohne große Verantwortung das Leben zu genießen. Ein neuer Grund: Seit Anfang dieses Schuljahres ist die Höchstschüler-Anzahl pro Klasse auf 25 reduziert – die Hörsäle aber bleiben überfüllt.
Ich schicke drei Stoßgebete zum Himmel und danke allen Göttern der Weltreligionen. Ich habe es tatsächlich überlebt. Meinen ersten Kontakt mit der Arbeitswelt.
Eine mitreißende Ideenflut bezüglich des Kolumnenthemas bleibt diesmal aus, all meine Gedanken schwimmen in einem rosa-roten Ozean. Ich überlege, was er sagen wird, was ich sagen werde, was wir nicht sagen sollten ... hach, endlich Sommer.
Manchmal mutet es einen an, als bestehe das gesamte Leben aus Abschreiben und Kopieren. Früh übt sich, wer ein Meister werden will: schon in der Schule wird fleißig gespickt und geschummelt. „Ja nicht vom Lehrer erwischen lassen”, lautet die Devise. Der gute Kollege vergisst dann nie, perfekt zugeschnittene Blätter und Blaupapier mit zur Schularbeit zu nehmen – Rechenergebnisse und Latein-Übersetzungen können so optimal und effizient in der Klasse verteilt werden. Das große Plus: die Kreativität wird mehr gefördert als durch drei Wochenstunden „Bildnerische Erziehung”. An der Uni geht es mitunter munter weiter. Ganz ehrlich: halten die Zeitung lesende oder mit fahlem Blick starrende Assistenten als Prüfungsaufsicht wirklich immer vom Abschreiben ab?