| Hi-Tech Students |
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| Geschrieben von Dominik Jirout | |||||
| 28.11.2007 | |||||
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Verstaubte Karteikarte versus MP3-Player, Laptop & Co. – immer mehr österreichische Studenten sind es gewohnt, High-Tech an die Uni zu schleppen. Die Art zu studieren revolutioniert sich selbst – nur der Lehrbetrieb ignoriert bisher weitgehend die Möglichkeiten, die die Geräte bieten. Das muss sich ändern, fordern Experten – die ersten Podcast-Vorlesungen gibt es schon. Studieren ist heute auch nicht mehr das, was es einmal war: stöbern in Katalogen, durchblättern verknickter Skripten und mühsam über alten Büchern brüten – dieses Bild vom Studenten gibt es nur mehr in den Köpfen der älteren Generation und gehört nach und nach der Vergangenheit an. Laptops, Handys, MP3-Player und Internet sind dabei, das Lernen an den Hochschulen komplett zu wandeln.
![]() Alltag an der Uni
Skriptentausch à la Game-Boy-Generation Sogar ein großer Teil des „Networkings“, welches durch alle Zeiten hindurch unter den Kollegen notwendig war, findet online statt – Plattformen wie stiv.at und studivz.at bieten hier unzählige Möglichkeiten für die Game-Boy-Generation, in Kontakt zu bleiben. Kurz „gegruschelt“ und schon ein Skript getauscht oder eine Lerngruppe gegründet, lautet hier im WWW die Devise. Auch komplette Studienreihen können online besucht werden, z. B. unter youtube.com/ucberkeley angesehen werden.
![]() Studieren - immer & überall
Vorlesungen für unterwegs Der Bologna-Prozess für ein grenzüberschreitendes Studium in Europa hat vieles in Gang gesetzt und ebnet technischen Neuerungen den Weg. „Schrittmacher ist aber das Freizeitverhalten.“ Fast jeder Studierende hat einen MP3-Player. Neben Musik damit auch Wissen abzurufen, liege nahe. Hochschulen bieten mittlerweile ganze Vorlesungsreihen als Podcast an – der MP3-Spieler wird zum Hörsaal für unterwegs.
Nicht jeder Professor ist allerdings für Online-Vorlesungen geeignet. Persönlichkeit, Stimme und didaktischer Stil spielt bei Audio- und Video-Mitschnitten eine große Rolle. Weiters gibt es Lehrinhalte, die sich auf diese Art nur schwer vermitteln lassen. Brauchbare Video- und Audio-Vorlesungen brauchen viel Nachbearbeitung: allein Rohmaterial online stellen reicht einfach nicht aus. Andere Herausforderung: Der Stoff in etlichen Studienzweigen, etwa in Informatik, entwickelt sich so schnell weiter, dass Mitschnitte oft rasch veraltet sind.
Zaghafte Entwicklung ![]() Laptop & MP3-Player statt Collegeblock
Fest steht, dass es sicher noch Zeit brauchen wird, bis die teilweise vorhandene Skepsis beim Lehrkörper verebbt. Die Studierenden sind auf jeden Fall bereits jetzt technisch bestens für neue Lehrversuche und deren Umsetzung bereit – und einstweilen lässt es sich mit MP3 & Co. auf der Uni auch einfach Spaß haben. |
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Der Hörsaal im Wohnzimmer


